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Seminar "Verkehrswertgutachten auf dem Prüfstand: Qualitätssteigerung und Angriffspunkte" der Reguvis

Verkehrswertgutachten auf dem Prüfstand (Reguvis)

Ein Verkehrswertgutachten muss sowohl formalen als auch sachlichen Anforderungen genügen und dabei den Plausibilitäts- sowie Wertungsanforderungen entsprechen. In der einschlägigen Fachliteratur gibt es nur wenige Hinweise darauf, wie die Struktur eines solchen Gutachtens systematisch überprüft werden kann.

Gleichzeitig besteht ein wachsender Bedarf an der Überprüfung von Gutachten zur Immobilienbewertung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Ermittlung des Verkehrswertes oft nicht eingehalten werden und Gutachten häufig nicht den erforderlichen formalen und sachlichen Kriterien entsprechen. Zudem können wesentliche wertrelevante Mängel nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt darin, dass die Berufsbezeichnung des Sachverständigen nicht geschützt ist. Dies erschwert es Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Qualität der angebotenen Sachverständigenleistungen zu beurteilen. Der offensichtliche Preiskampf unter einigen Anbietern führt zudem zu einer Vernachlässigung der notwendigen Sachverhaltsaufklärung, Recherche und fundierten Begründung. Die entscheidenden Kompetenzen gehen hierbei in der Pauschalisierung von standardisierten Prozessen zur Effizienzsteigerung verloren.

Inhalte:

  • Formale und sachliche Anforderungen sowie Wertungs- und Plausibilitätsanforderungen an ein Verkehrswertgutachten
  • Hinweise zur Qualitätssteigerung von Verkehrswertgutachten
  • Aufzeigen von Angriffsmöglichkeiten im Rahmen der Gutachtenüberprüfung
  • Prägnante Beispiele aus der Praxis
  • Formulierungsvorschläge und Verweis auf thematisch wertvolle Fachliteratur
  • Checkliste zur Überprüfung von Gutachten auf typische Fehlerquellen und wesentliche Anforderungen

Risiken

Die Risiken für Verbraucherinnen und Verbraucher bei Verkehrswertgutachten manifestieren sich in vielfältigen Aspekten:

Der Verkehrswert dient als Basis für die Quoten-Bestimmung der Pflichtteilsberechtigten während einer Erbauseinandersetzung und bildet die Grundlage für den Zugewinn bei Ehescheidungen. Zudem beeinflusst er direkt die Höhe der Erbschafts- oder Schenkungssteuer beim Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts und ist maßgebend für gerichtliche Entscheidungen.

Gerichte sind in der Regel gezwungen, Sachverständigengutachten zu bestimmten, rechtserheblichen Tatsachen einzuholen, da sie nicht über die erforderliche Fachkenntnis verfügen; dies gilt ebenso für die meisten Prozessbeteiligten. Die Tatsache, dass es aufgrund mangelnder Sachkunde für Verfahrensbeteiligte schwierig ist, ein Verkehrswertgutachten erfolgreich anzufechten, unterstreicht die Bedeutung der qualifizierten Immobilienbewertung. Neben der erforderlichen Sachkunde bedarf es der Fähigkeit, die spezifischen Schwächen eines Gutachtens zu erkennen und zu benennen. Daher ist die strukturierte Überprüfung auf Unplausibilitäten oder logische Inkonsistenzen von besonderer Wichtigkeit.

Fehler und Angriffsmöglichkeiten sind bei Verkehrswertgutachten häufig anzutreffen, einschließlich mangelhafter Tatsachenerhebungen, formeller Mängel und Verstößen gegen die ImmoWertV sowie Logik-und Denkgesetze. Sachverständige sollten besonders sensibilisiert sein, da Gutachten beispielsweise im Gerichtskontext dazu beitragen sollen, eine gerechte und rechtsfriedliche Entscheidung zu unterstützen. Ein leistungsfähiges Gutachten muss daher sämtliche Sachfragen nachvollziehbar klären und jegliche Streitpunkte ausräumen.


Ich besuche immer wieder gern spezielle Seminare zu verschiedenen Themen rund um die Immobilienbewertung bzw. die Erstellung von Verkehrswertgutachten. Ich finde es sehr wichtig, stets den Horizont zu erweitern und gleichzeitig das bereits vorhandene Wissen zu vertiefen. Genauso schätze ich auch den Gedankenaustausch mit anderen. Sprechen Sie mich also gerne an!