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In aller Kürze:

Anteil leerstehender Flächen oder Einheiten am Gesamtbestand eines Marktes oder Segments; Indikator für Angebots-Nachfrage-Relation und Vermietungsrisiko.


Definition

Die Leerstandsquote ist ein essenzieller Indikator im Bereich der Immobilienbewertung und relevant für die Erstellung von Verkehrswertgutachten. Sie ermöglicht eine fundierte Einschätzung des Immobilienmarktes und beeinflusst maßgeblich die Ableitung des Verkehrswerts einer Immobilie. Die Kennzahl des Leerstands gibt Aufschluss über den Anteil der nicht vermieteten oder ungenutzten Flächen innerhalb eines bestimmten Marktes oder einer spezifischen Immobilie. Es handelt sich um ein Messinstrument, das die Verfügbarkeit von Immobilien auf dem Markt quantifiziert und somit Rückschlüsse auf Angebot und Nachfrage zulässt.

Zur Ermittlung der Leerstandsquote werden vielfältige Datenquellen herangezogen. Dazu gehören unter anderem Informationen von Maklern, Immobilienverwaltungsgesellschaften, kommunalen Ämtern sowie statistische Erhebungen. Die präzise Erfassung dieser Daten ist von hoher Bedeutung, da sie die Grundlage für eine realistische Marktanalyse bildet. Eine hohe Leerstandsquote kann beispielsweise auf einen Überhang im Angebot hindeuten oder auf eine geringe Nachfrage in einer bestimmten Region oder bei einer spezifischen Immobilienart. Umgekehrt weist eine niedrige Leerstandsquote auf eine starke Nachfrage und gegebenenfalls auf einen angespannten Markt hin. Diese Erkenntnisse sind für Sachverständige bei der Immobilienbewertung von großer Bedeutung, um die Marktposition einer Immobilie exakt einschätzen zu können.

Die Bedeutung der Leerstandsquote ist nicht nur für die Marktbetrachtung, sondern auch für die konkrete Immobilienbewertung und die Erstellung eines Verkehrswertgutachtens erheblich. Ein Verkehrswertgutachten hat die Aufgabe, objektiv den Verkehrswert einer Immobilie zu bestimmen, also jenen Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre. Hierbei fließen verschiedene Faktoren ein, und die Leerstandsquote stellt einen dieser wichtigen Aspekte dar. Wenn eine Immobilie oder der Markt, in dem sie sich befindet, eine hohe Leerstandsquote aufweist, wird dies in der Regel wertmindernd berücksichtigt. Potenzielle Mietausfälle oder ein erhöhter Aufwand bei der Neuvermietung werden in die Bewertung einbezogen, was den nachhaltigen Ertrag der Immobilie mindern kann. Die Transparenz und Nachvollziehbarkeit dieser Bewertungsschritte sind dabei elementar für Gerichte und Finanzämter.

Des Weiteren ermöglicht die Analyse der Leerstandsquote, zukünftige Entwicklungen des Immobilienmarktes zu prognostizieren. Sachverständige nutzen diese Informationen, um fundierte Aussagen über die Wertentwicklung von Immobilien zu treffen. Eine sorgfältige Untersuchung der lokalen und regionalen Marktbedingungen unter Berücksichtigung der Leerstandsquoten hilft, Risiken zu minimieren und eine realistische Einschätzung des Immobilienwerts zu gewährleisten. So können zum Beispiel Investitionsentscheidungen auf einer soliden Datengrundlage getroffen werden. Die Darstellung dieser komplexen Zusammenhänge im Rahmen eines Gutachtens erfordert eine professionelle und sachliche Aufbereitung, welche die lösungsorientierte Ausrichtung der Bewertung unterstreicht und die Glaubwürdigkeit des Sachverständigen stärkt. Es wird stets auf eine präzise und nachvollziehbare Argumentation geachtet, um die Anforderungen an eine unpersönliche und distanzierte Kommunikation zu erfüllen und so die Neutralität zu gewährleisten.

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Kontakt zum Autor: Thomas Braun | Tel. 0151 4012 9681 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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